Kish Island - DTSS Yin Do Yutsu Selbstverteidigungs und Kickboxing Akademie der Kampfkunstwissenschaften

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World Martial Arts Festival & 7 Weltmeisterschaften


2. World Martial Arts Festival auf der Insel Kish im Iran

Die Yin Do Yutsu-Combat Wettkampfmannschaft (bestehend aus 6 Wettkämpfern) der Dragon Twin Star Sportschule Attila Fuhrmann-Schütze ( Die als Deutsches Nationalteam an den Start gingen) erreichten auf dem größten asiatischen Meisterschaften für systemübergreifende Vollkontakt-Selbstverteidigungsmeisterschaften (1200 Teilnehmer in neun Gewichtsklassen) gleich fünf Mal das Finale und holen zwei Mal Gold drei Mal Silber und ein Mal Bronze

Unglaubliches spielte sich auf der Insel Kish, der Freihandels und Touristikzone des Iran, bei dem 2. Martial Arts Festival ab. 87 Nationen und weit über 30 Stilarten diverser Kampf- und Selbstverteidigungssysteme traten hier auf einem der härtesten Vollkontaktturnier für SV und Combat vergleichende Systeme gegeneinander an. Die jeweiligen Nationen präsentierten das mit ihnen verbundene Kampfsystem. Thailand (Thaiboxen), Vovinam (Vietnam ), San Shu und Wing Tsung traten für China an, Sambo für Russland, Krav Magna für Israel, Kämpfer des MMA Systems kamen aus vielen Ländern nicht nur der USA. Ebengleiches galt für Judo und Jiu Jitsu, deren Vertreter nicht nur aus Japan kamen Pankration (Griechenland und Azerbaijan), Hapkido (Korea) etc. und für Deutschland traten die Dragon´s mit dem vom Großmeister Attila Fuhrmann-Schütze 1989 entwickelten ultimativen Deutschen Selbstverteidigungssystem dem YIN DO Yutsu an.

Für unsere deutschen Regionen eher ungewöhnlich begannen die Gewichtsklassen der Herren bereits bei 55kg und die jeweilige neue Gewichtsklasse dann im Abstand von 5kg. Das deutsche Team unter ihrem Nationaltrainer Attila konnte seinen ersten von sechs Kämpfern erst in der Klasse bis 70kg stellen, hier aber gleich zwei Sportler: Christopher Füssel und Marc Bockenheimer dann in der Klasse bis 75kg Mashi Hasehmi, in der Klasse bis 80kg Dennis Bauer, bis 85kg Ilya Woltschanski und letztlich -95kg Michael Klostermann.

Die Vorfinale wurden in sechs Wettkampfstadien ausgetragen. Links die Kämpfe beginnen, Mitte Sieg Mashi, Rechts Sieg Dennis

Als die Kämpfe begannen wurde uns schlagartig klar, dass wir uns hier nicht auf einem der üblichen Weltmeisterschaften befanden, den Härte, Perfektion und Kompromisslosigkeit, mit der die Kämpfer hier in den Kampf gingen war unübertroffen. Um sich klar vom MMA abzugrenzen war es verboten am Boden zu schlagen oder zu treten, auch mussten alle Teilnehmer vorweisen Amateure und zumindest Landesmeister ihrer Stilrichtung zu sein.
Es war bemerkenswert zu sehen, was passiert wenn ein Judo- Olympionike gegen einen Jiu Jitsu Weltmeister antrat oder gegen jemanden vom Krav Magna etc.. Die Sportler aus dem vorderen Asien und China waren häufig Polizei- oder Militärangehörige.

Interessant war es, dass sich Konzentration, Disziplin und die deutsche Art der Selbstverteidigung das Yin Do Yutsu immer weiter nach vorne kämpfte und hierbei viele unterschiedliche andere Systeme durch KO oder Aufgabe bezwang. Lediglich ein Kampf des Yin Do Yutsu Combat Teams wurde per Punktrichterwertung entschieden, alle anderen wurden durch KO oder Aufgabe gewonnen.

Zur ersten Niederlage kam es im Viertelfinale, als Christopher Füssel (Bronzemedaille) völlig unberechtigt seinen Kampf durch einen angeblichen Haltegriff verloren hatte, während sein Gegner in einer Nierenpresse vor Schmerzen nur noch röchelte. Nachträglich befragt warum die Wertung so getroffen wurde, war klar, dass der Hauptkampfrichter entweder nicht sah oder sehen wollte, dass Christopher die gegnerische Sperrwürge bereits fixiert hatte, während sein Gegner der Rippenpresse ausgeliefert war. Im zweiten Viertelfinale dieser Gewichtsklasse gelang es jedoch Marc Bockenheimer seinen Gegner durch Aufgabe in der dritten Runde zu bezwingen. Während alle recht angespannt den Finaleinzug von Marc beobachteten, gelang Mashi bereits in der zweiten Runde nach einem kurzen Annocken mit einer Faustkombination der entscheidende Wurf und weiterführende Haltegriff um sich für das Finale zu qualifizieren. Wie für gewöhnlich schickte Dennis Bauer seinen Kontrahenten bereits in der ersten Runde des Viertelfinales ins Land der Träume. Recht unspektakulär verliefen der Finaleinzug von Ilya Woltschanski und Michael Klostermann. Am Ende hieß es fünf Finalkämpfe für Deutschland oder fünf Finale für das deutsche Yin Do Yutsu. Im Finale standen letztlich Pankration, MMA, Judo, Ju-Jutsu, San Shu, Brasilien Jiu Jitsu, Sambo, Thai Boxen und Yin Do Yutsu. Bereits am Anfang ausgeschieden waren Karate, Taekwondo, Wing Chung , Vovinam und ähnliche Stile denen im Nahkampf einfach jegliche Möglichkeit zur effektiven Selbstverteidigung fehlten.

Am Finaltag ging es richtig zur Sache, das erste Finale bestritt Marc gegen einen Vertreter des Hokutoryu Ju-Jutsu aus dem Iran. Die ersten zwei Runden gingen klar am Marc gingen. In der der letzte Runde hielt Marc seinen Gegner in einer Armstreckhebel-Variante ,während er sich selbst in einem Beinhebel befand. Erneut mussten wir mit ansehen, das der persische Hauptkampfrichter die oben liegende Technik bewertete, während Marc nur die Möglichkeit blieb dem iranischen Kontrahenten den Arm zu brechen oder zu verlieren. Es entspricht einfach nicht unserem Sportcharakter unseren Gegnern ersthafte Verletzungen beizubringen, so ging die Begegnung an den Iran und das erste Silber an Deutschland . Nun ging Mashi in seinen Finalkampf. Gleich zu Beginn setzte ihn sein Gegner aus dem Libanon Jiu Jitsu/K1 Kickboxen schwer unter Druck. Ein Gegner, den man nicht unterschätzen durfte, gelang es ihm doch im Viertelfinale den einzig verbliebenen Thai Boxer in der 20sekunde KO zu schlagen. Jedoch immer wieder konnte Mashi seine Gerade zum Ziel bringen, bis er den Augenblick herausgekämpft hatte, den entscheidenden Wurf direkt mit einem Festhaltegriff zu verbinden und so dass erste Gold für Deutschland sicherte. -80kg ging nun Dennis Bauer an den Start. Der Kelkheimer, der bisher seine Kämpfe alle vorzeitig durch KO gewann gehörte mit zu den absoluten Publikumslieblingen. Auch auf ihn wartete ein Vertreter des libanesischen Jiu Jitsu und K1, und für alle mehr als unerwartet entwickelte sich ein heftiger Schlagabtausch zwischen den beiden Kämpfern, die beide nicht nur über enorme Schlag- und Trittkraft verfügten, sondern auch um die notwendigen Nehmerqualitäten.

Bereits nach der ersten Runde wurde klar, das sich hier zwei zukünftige Anwärter um die Nominierung eines Profivertrages trafen. Es gelang nun dem deutschen Trainer und seinem Kämpfer schnell die Taktik vom Standkampf in einem direkt ausgeführten Stand-Boden Submission zu überführen. Immer wieder konnte der Kelkheimer einen eingesprungenen Armhebel platzieren, doch leider nie über die 30sekunden Kampfabbruchszeit retten.

Letztlich ging der Kampf über die volle Distanz der 3×2 Minuten im Ring und endete mit einer 3:0 Kampfrichterentscheidung für Deutschland. -85kg musste nun Ilya Woltschanski an den Start. Beide Kämpfer gaben alles, ein Schlag- Tritt- und Wurfabtausch begann, den keiner in den ersten zwei Runden für sich entscheiden konnte. Ilya verfolgte die Strategie sich defensiv zu verhalten in der Hoffnung, dass sich sein Gegner an ihm verausgabt, doch der Kondition seines Kontrahenten war einfach kein Ende abzusehen. Ende der zweiten Runde stand fest, dass Ilya den Sieg nur noch durch Ko oder technisches KO holen konnte und so musste er alles auf ein Karte setzen. Bis zur Mitte der dritten Runde verlief alles nach Plan, doch die harten Schläge und das Wetter (56°) bereiteten Ilyas Kondition ein Ende und so gelang der entscheidende Haltegriff letztlich seinem Gegner, der kurz nach dem Sieg ähnlich wie Ilya einfach zusammenbrach. -95kg musste nun Michael als letzter deutscher Kämpfer im Finale zeigen, was in ihm steckt. Michael Wurzeln sind das Kickboxen, erst seit einem Jahr beschäftigt sich der Kelkheimer mit dem Yin Do Yutsu-Combat System. Gleich in den ersten zwanzig Sekunden gelangen ihm mehre leichte Treffer bei seinem Gegner, der nun zurückwich. Im Glauben den richtigen Moment zu erkennen,. überbrückt Michael die Distanz und der bisher ausgezeichnete gegnerische Tunesische Kickboxer entpuppt sich als Judo Olympionike, der zwar durch den Wurf von Michael und die Schläge einige Trefferpunkte abgeben musste, nun aber seine gänzliche Überlegenheit am Boden präsentierte. Zum Schluss eine weitere verdiente Silbermedaille für Deutschland. Dem nun als dem erfolgreichste Team auf den 2. World Martial Arts Festivals noch der härteste Kampf bevorstand. Geschätzte 2000 Fotos, unzählige Interviews vor den unterschiedlichsten TV Sendern aus den verschiedenen Ländern nahmen Trainer und Kämpfer die nächsten Stunden in Anspruch. Alleine im Iran konnte das deutsche Team in drei Sendern vor mehr als 10 Millionen Zuschauern ihr Können beweisen. Bereits nach den Kämpfen erhielten das Team Anrufe aus Japan und China, die das Turnier ebenfalls live ausstrahlten.

Für Attila standen noch besondere Ehren an. Als Entwickler des effektivsten Systems und der erfolgreichsten Mannschaft wurde ihm nicht nur die VIzeweltpräsidentschaft im vergleichenden SV-Comabt System Sport Asiens, dem Kowat Alrami angeboten, sondern auf ihn warteten noch Gespräche und Bekanntschaften mit Ministern unterschiedlicher Länder und Vertretern des IOC (Internationalen Olympischen Komitees) sowie diversen Vertretern der Sport -Systeme und -Verbände.

Im Rahmen dieser vielen Gespräche wurde das deutsche Team ( das sich ausschließlich aus Kämpfern der Dragon Twin Star Sportschule Kelkheim und Usingen zusammensetzte) zu vielen Elimination Fights von Tokyo, Atlanta, Dehli bis Toronto eingeladen. Wir können gespannt sein, denn um mit den Worten der Reporter Vorort zu sprechen.: Eroberte das deutsche Team die Herzen Asiens im Sturm!

Persönliche Stellungnahme: Ein unglaubliches Festival in einem herzlichen und sehr gastfreundlichen Land. Sicherlich von der Kultur fremd und auch von den Sicherheitsbestimmungen her für unser Team etwas gewöhnungsbedürftig, doch im Ganzen eine unglaubliche Bereicherung an Erfahrungen. Wir waren stolz darauf die deutsche Nation nicht nur sportlich so erfolgreich vertreten haben zu dürfen, sondern auchausnahmslos glücklich von so vielen Würdenträgern als Botschafter deutscher Tugenden benannt zu werden, als auch für unserer Freundlichkeit, Feinfühligkeit sowie Aufgeschlossenheit fremden Kulturen gegenüber mehrfach gelobt zu werden. Doch nicht nur Deutschland hat sich tief in die Herzen dieser Menschen katapultiert als auch Kelkheim am Taunus als Heimatstadt unsers Dojos.

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